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Inhouse Social-Media-Agentur oder extern? Ehrlicher Vergleich

Inhouse Social-Media-Agentur oder externer Partner: Jörg vor seinem Computer im Gartenhaus-Büro
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Inhouse Social-Media-Agentur oder eigene Stelle? 45.000 Euro für eine Vollzeit-Stelle. 24.000 Euro für eine Agentur im Max-Retainer. Klingt nach einer einfachen Rechnung. Ist es nicht.

Die Frage „Inhouse Social-Media-Agentur oder externe Agentur” ist eine der häufigsten in unseren Erstgesprächen. Vor allem mittelständische Geschäftsführer fragen sich, ob es nicht günstiger und besser ist, jemanden fest anzustellen, statt monatlich an eine Agentur zu zahlen. Die Antwort hängt von Faktoren ab, die in der Brutto-Gehaltsrechnung nicht auftauchen.

Dieser Artikel zeigt einen ehrlichen Vergleich: echte Vollkosten, echte Risiken, echte Vorteile beider Modelle. Plus das, was in der Praxis fast immer die richtige Antwort ist – das Hybrid-Modell zwischen Inhouse Social-Media-Agentur und externem Partner.

Inhouse Social-Media-Agentur vs. externe Lösung: der echte Kostenvergleich

Die meisten Inhouse-vs-Agentur-Rechnungen vergleichen Äpfel mit Birnen. Ein Brutto-Gehalt sieht günstig aus neben einem Agentur-Retainer. Sobald man die echten Vollkosten gegenrechnet, sieht das Bild anders aus.

Was eine interne Social-Media-Stelle wirklich kostet

Die Brutto-Personalkosten allein:

  • Junior Social Media Manager: 45.000 bis 55.000 Euro pro Jahr
  • Mid-Level: 55.000 bis 70.000 Euro pro Jahr
  • Senior: 70.000 bis 85.000 Euro pro Jahr

Dazu kommen Lohnnebenkosten von rund 22 Prozent. Plus die Faktoren, die in der Personalabteilung gerne vergessen werden:

  • Tools und Lizenzen: 3.500 bis 8.000 Euro pro Jahr
  • Fortbildung: 1.500 bis 3.000 Euro pro Jahr (Social Media ändert sich permanent)
  • Arbeitsplatz, Hardware, Bürokosten: 3.000 bis 5.000 Euro pro Jahr
  • Recruiting-Kosten: 3.500 bis 15.000 Euro einmalig pro Einstellung – am unteren Ende bei eigenem Aufwand, am oberen Ende mit Headhunter

Realistische Vollkosten für einen Junior bei Vollzeit: 70.000 bis 80.000 Euro pro Jahr. Für einen Senior: 95.000 bis 115.000 Euro pro Jahr.

Was eine externe Social-Media-Agentur kostet

Die designenergie-Max-Retainer-Variante kostet 1.995 Euro pro Monat. 23.940 Euro pro Jahr. Plus einmalig 1.890 Euro Setup zu Beginn. Macht im ersten Jahr 25.830 Euro, im zweiten Jahr 23.940 Euro. Details zu den drei Paketen im Artikel zu unseren Kosten.

Bei Midi und Mini sind die Kosten entsprechend niedriger – 14.400 Euro beziehungsweise 9.000 Euro pro Jahr.

Die Rechnung

Wenn Sie nur den Brutto-Vergleich machen, wirkt Inhouse mit 45.000 Euro doppelt so teuer wie eine externe Social-Media-Agentur. Sobald Vollkosten und Risiken einbezogen sind, ist es das Vier- bis Fünffache. Erst ab zwei bis drei Vollzeitstellen im Marketing dreht sich das Verhältnis – dann hat eine Inhouse Social-Media-Agentur einen Volumen-Vorteil.

Inhouse Social-Media-Agentur: Wo eigene Stellen ihre Stärke ausspielen

Inhouse-Lösungen haben echte Vorteile. Sie sind nur nicht da, wo die meisten sie vermuten.

Geschwindigkeit bei aktuellen Themen

Wenn auf Social Media plötzlich Reaktionsbedarf entsteht – ein Branchenthema, eine politische Debatte, eine Krise – ist eine interne Person schneller als jede Agentur. Kurze Wege, direkte Abstimmung. Kein Eskalations-Kanal, keine Übergabe.

Tiefere Branchenkenntnis über Zeit

Eine Person, die seit drei Jahren in Ihrem Unternehmen arbeitet, kennt Produkte, Kunden, interne Prozesse und Sprache besser als jede Agentur. Diese Tiefe entwickelt sich über Jahre.

Spontane Inhalte

Hinter-den-Kulissen-Eindrücke, Team-Momente, Baustellen-Aufnahmen – das funktioniert nur, wenn jemand vor Ort mit dem Smartphone unterwegs ist. Eine externe Agentur kann das aus der Ferne nie liefern.

Externe Social-Media-Agentur: Wo sie ihre Stärke ausspielt

Sofort produktiv

Eine Agentur ist am ersten Tag startklar. Eine eigene Stelle benötigt Monate Einarbeitungszeit, bevor sie produktiv ist. Recruiting plus Einarbeitung plus erste Strategie-Entwicklung: schnell sechs Monate. In dieser Zeit zahlen Sie das volle Gehalt für Lernzeit.

Mehrere Köpfe statt einer Person

Bei einer Agentur arbeiten in der Regel mehrere Menschen am Account. Ein Texter, ein Stratege, eine Person für Bildbearbeitung, eine Person für Reporting. Das gibt Tiefe, die eine Einzelperson Inhouse nicht abbilden kann. Plus: Bei Krankheit oder Urlaub steht das Team weiter, nicht still.

Branchen-Querblick aus parallelen Kunden

Eine Agentur sieht, was bei vergleichbaren Unternehmen funktioniert und was nicht. Diese Quer-Erkenntnisse fließen in Ihre Arbeit ein. Eine interne Person kennt nur Ihre eigene Branche und Ihr eigenes Unternehmen.

Keine Recruiting-, Krankheits- und Fluktuations-Risiken

Wer eine Stelle besetzt, hat ein dauerhaftes Risiko: Krankheit, Urlaub, Schwangerschaft, Kündigung. Wenn die Person geht, brechen drei bis sechs Monate weg. Bei einer Agentur ist das Risiko outgesourct.

Hybrid-Modell statt reiner Inhouse Social-Media-Agentur

In der Praxis bewährt sich für die meisten Mittelständler weder reines Inhouse noch reine Agentur, sondern eine klare Aufgabenteilung. Sie liefern, was nur Sie liefern können. Wir liefern, was wir besser können als Sie. Das ist die elegante Antwort auf die Inhouse-Frage.

Was bei Ihnen Inhouse bleibt

  • Community-Management: Antworten auf Kommentare, Direkt-Nachrichten, Bewertungen
  • Rohmaterial-Lieferung: Fotos von Baustellen, Produkten, Veranstaltungen, Team
  • Schnelle Reaktionen auf interne Aktualisierungen oder lokale Themen
  • Kontakte aus dem persönlichen Netzwerk: persönliche LinkedIn-Aktivität, Branchen-Kontakte pflegen

Was die externe Agentur übernimmt

  • Strategie und Plattform-Auswahl
  • Redaktionsplan und Themen-Recherche
  • Text-Erstellung mit Branchen-Tonalität
  • Bildbearbeitung und Banner-Layouts
  • Scheduling und Veröffentlichung
  • Monatliches Reporting mit Empfehlungen
  • Strategie-Reviews und Anpassungen

Diese Aufgabenteilung entlastet Sie zeitlich und nutzt die Stärken beider Seiten. Ihre interne Person investiert ein bis zwei Stunden pro Tag in Community und Material-Lieferung. Die Agentur baut darauf eine professionelle Sichtbarkeit auf.

So funktioniert Hybrid statt Inhouse Social-Media-Agentur in der Praxis

Damit das nicht abstrakt bleibt: Hier ein anonymisierter Einblick in eine laufende Zusammenarbeit. Ein mittelständischer Industriebetrieb mit Spezialprodukten für gewerbliche und institutionelle Auftraggeber. Hauptzielgruppe: B2B-Entscheider in größeren Organisationen.

Die Aufgabenteilung im Detail

Im Unternehmen ist eine Mitarbeiterin für Community-Management und Rohmaterial-Lieferung zuständig. Sie beantwortet täglich Kommentare und Direkt-Nachrichten auf allen fünf Kanälen, fotografiert an Projektorten und recherchiert aktuelle Branchen-Themen. Ihr Zeitanteil dafür: rund eine Stunde pro Tag.

Die externe Agentur (designenergie) macht Strategie, Texte, Bildbearbeitung, Scheduling und Reporting. Wir treffen uns einmal monatlich zum Strategie-Review, sehen uns Reichweite, Klicks, Anfragen an und passen die Themen-Schwerpunkte für den nächsten Monat an. Die Mitarbeiterin gibt aktuelle Themen ein, wir bauen Content drumherum.

Was diese Aufteilung kostet

Externer Anteil: 1.995 Euro pro Monat (designenergie Max-Retainer). Interner Anteil: rund 0,1 bis 0,2 FTE der vorhandenen Mitarbeiterin (kalkuliert wären rund 600 bis 1.200 Euro pro Monat anteiliger Personalkosten). Gesamtkosten Social Media: 2.500 bis 3.200 Euro pro Monat.

Vergleich: Eine reine Inhouse Social-Media-Agentur mit Vollzeit-Stelle und demselben Output wäre 80.000 Euro Vollkosten pro Jahr, also 6.700 Euro pro Monat. Plus die Risiken Krankheit, Urlaub, Fluktuation. Das Hybrid-Modell ist hier objektiv günstiger und stabiler.

Was die Aufteilung leistet

Nach einem Jahr sind Anfragen aus Social Media ein messbarer Vertriebskanal. Die Marke ist in der Zielbranche bekannt. Wer die Marke oder Produkte auf LinkedIn sucht, findet das Unternehmen. Das ist das Resultat aus zwei Stärken: tiefer Branchenkenntnis von außen plus schnelle Reaktionen und authentisches Material von innen.

Inhouse Social-Media-Agentur vs. extern: Welches Modell passt zu welcher Größe?

Bis 50 Mitarbeitende

Inhouse-Vollzeitstelle ist fast immer Overkill. Eine externe Social-Media-Agentur (Midi- oder Max-Retainer) plus eine halbe Stelle intern für Community-Management ist in der Regel die richtige Antwort. Volumen reicht nicht für eine spezialisierte Stelle.

50 bis 250 Mitarbeitende

Hier passt das Hybrid-Modell am besten. Externe Agentur für Strategie, Content und Reporting. Eine Person intern, die Community-Management und Rohmaterial-Lieferung übernimmt – das kann ein Marketing-Generalist sein, kein Social-Media-Spezialist. Vollzeit-Inhouse-Stellen werden ab dieser Größe interessant, sind aber selten allein ausreichend.

Ab 250 Mitarbeitende

Hier wird Inhouse-Aufbau attraktiv. Mindestens eine Vollzeitstelle, oft auch eine Junior-Stelle dazu. Aber: Auch hier lohnt sich oft eine externe Agentur als Strategie-Partner, weil Inhouse-Teams schnell betriebsblind werden. Ein externer Querblick einmal im Quartal hilft.

Über 1.000 Mitarbeitende

Größere Marketing-Abteilungen mit eigenem Team. Externe Agenturen kommen punktuell für Spezialprojekte, Kampagnen, Krisen-Themen oder strategische Reviews dazu. Reine Max-Retainer-Modelle sind in dieser Größe selten.

Was bei der Inhouse-Social-Media-Agentur-Entscheidung nicht funktioniert

Eine halbe Stelle „nebenbei”

Der häufigste Inhouse-Fehler: Eine Person bekommt Social Media als Zusatzaufgabe zu zehn anderen Themen. Das funktioniert nicht. Social Media braucht Konzentration und Konstanz. Wer es nebenbei macht, macht es schlecht. Lieber eine externe Agentur mit klarem Auftrag als eine interne Person mit halbem Auftrag.

Erfolgs-Garantien einkaufen

Manche Anbieter versprechen „X Anfragen pro Monat” oder „Y Prozent Reichweitensteigerung”. Das ist unseriös. Reichweite und Anfragen hängen von zu vielen Faktoren ab, um sie vorherzusagen. Wer Garantien gibt, hat schon verloren.

Mit billiger KI-Agentur starten und „später professionalisieren”

Wer mit einem KI-Anbieter im Niedrigpreis-Segment (typisch 99 bis 499 Euro pro Monat) startet und plant, „später” auf eine echte Inhouse Social-Media-Agentur oder professionelle externe Agentur umzustellen, verbrennt das erste Jahr. KI-generierter Content ohne menschliches Zutun bringt erfahrungsgemäß keine Anfragen. Das verlorene Jahr holt niemand mehr auf.

Sie sitzen in Lemgo, Detmold oder Lippe?

Soziale Medien funktionieren überregional, aber Strategie-Workshops zur Inhouse-Frage oft besser vor Ort. Wenn Sie aus Lemgo, Detmold, Bad Salzuflen, Lage, Blomberg, Kalletal oder einem anderen Ort in Lippe kommen, treffen wir uns gerne persönlich. Drei Lippe-Kunden begleiten wir aktuell laufend mit Marketing und Web. Mehr dazu auf der Werbeagentur-Lemgo-Seite.

Häufige Fragen zur Inhouse-Social-Media-Agentur-Entscheidung

Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich eine eigene Marketing-Stelle?

Erfahrungsgemäß ab zwei bis drei Vollzeitstellen im Marketing. Wer nur eine halbe Stelle für Social Media abzweigt, hat das Problem, dass die Person bei Krankheit, Urlaub oder Fluktuation komplett ausfällt. Bei einer Vollzeitstelle ist die Auslastung meist nicht gegeben – die Stelle macht dann zwangsläufig viele Dinge halb statt eines richtig.

Was kostet eine interne Social-Media-Stelle wirklich?

Die Brutto-Personalkosten allein liegen bei einem Junior zwischen 45.000 und 55.000 Euro pro Jahr, bei einem Senior zwischen 65.000 und 85.000 Euro. Dazu kommen Lohnnebenkosten, Tools, Fortbildung, Arbeitsplatz, Hardware. Die Vollkosten landen schnell bei 80.000 bis 110.000 Euro pro Jahr.

Können wir Hybrid starten und später eine eigene Stelle aufbauen?

Ja, das ist ein häufiger Weg. Das Hybrid-Modell ist gut geeignet, um zunächst zu verstehen, was im eigenen Unternehmen funktioniert. Wenn nach ein bis zwei Jahren klar ist, dass Social Media zentraler Hebel wird und genug Volumen da ist, lohnt sich die Stelle. Wer ohne diese Erfahrung sofort Inhouse einstellt, hat oft falsche Erwartungen.

Was passiert, wenn unsere interne Social-Media-Person kündigt?

Bei reiner Inhouse-Lösung haben Sie ein Loch. Bewerbungsverfahren, Einarbeitung, mehrere Monate Produktivitätsverlust. Bei einer Agentur bleibt die Kontinuität, weil mehrere Personen den Account betreuen. Das Hybrid-Modell mildert das Risiko zusätzlich, weil Strategie und Struktur extern liegen.

Welche Aufgaben sollten wir Inhouse machen, welche an die Agentur geben?

Inhouse: Community-Management, Rohmaterial-Lieferung, schnelle Reaktionen auf aktuelle Themen, Kontakte aus dem persönlichen Netzwerk. An die Agentur: Strategie, Redaktionsplanung, Texterstellung, Bildbearbeitung, Reporting, Kanal-Pflege.

Können wir später wieder zu reiner Inhouse-Lösung wechseln?

Ja. Bei designenergie gibt es keine Bindefristen. Sie behalten alle Inhalte, alle Logins, alle Strategie-Dokumente. Wenn Sie nach zwölf Monaten genug Wissen aufgebaut haben, um Inhouse zu übernehmen, ist das in Ordnung.

Sie wollen eine ehrliche Empfehlung für Ihr Unternehmen?

Im Erstgespräch klären wir in dreißig Minuten, welches Modell zu Ihrer Größe und Ihrem Volumen passt. Kein Verkaufsgespräch, kein Kleingedrucktes. Wenn die Antwort lautet „bauen Sie eine eigene Inhouse Social-Media-Agentur auf, das passt für Sie besser”, sagen wir das offen. Im anderen Fall bekommen Sie eine konkrete Pakete-Empfehlung. Eine Übersicht der Pakete im Kosten-Artikel.

Strategie statt Bauchgefühl

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